Das Donauschwabenland
Teil des Deutschen Reiches


 Prinz Eugen


 kuk Österreich-Ungarn

Seit dem Sieg über die Türken und deren Abzug gehört das Donauschwabenland zum Kurfürstentum Österreich und ist somit Teil des Deutschen Reiches. Das Donauschwabenland wurde von Deutschen urbar gemacht und kultiviert. Die nach der brutalen Türkenherrschaft übriggebliebenen wenigen Einheimischen sahen aus ihren Erdlöchern mit verwunderten Augen dem seltsamen Treiben der Deutschen zu.

Die Donauschwaben waren Wehrbauern an der Militärgrenze gegen die Türken!
Mit geschulterten Gewehren schufen sie hinter ihren Pflügen aus Ödland ein blühendes Kulturland.

Nach 1806 wurde es Bestandteil des Österreichischen Kaiserreiches und gehörte später zur kuk Österreich-Ungarn. Alles, was nach dem Ende des Ersten Weltkrieges geschah, ist ohnehin völkerrechtswidrig. Was gewisse Kreise nicht gerne hören wollen, ist, daß das Donauschwabenland bis heute Teil des Deutschen Reiches ist.

Die Vertreibung der Donauschwaben 1944/1948 wurde von Kroaten mit den Worten begleitet: „I di god twoi Njematschka da se nascha Zemlja." (Geh’ nach deinem Deutschland, das ist unsere Erde.) Es wird sich zu gegebener Zeit herausstellen, wem das Donauschwabenland letztendlich wirklich gehört. Aber der obige Satz läßt sich leicht umgewandelt auf die im heutigen Deutschland lebenden Nichtdeutschen, auch die „Eingedeutschten“, anwenden.

Zudem weist Dieter Blumenwitz in seinem Buch "Rechtsgutachten über die Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien 1944-1948" (ISBN 3-926276-48-7) den an den Donauschwaben begangenen Völkermord nach.

Zum offenkundigen Tatbestand der Vertreibung kommt noch der Völkermord!

 

In der ersten Generation der Tod,
in der zweiten die Not,
in der dritten endlich Brot.
Ab der vierten Generation Plünderung, Totschlag und Vertreibung als Lohn für die geleistete Kulturarbeit!

  
Zeittafel von den Anfängen bis zum Ende
um 900
= Die nomadischen Stämme der Madjaren erscheinen in Pannonien und richten über germanischer, romanischer und slawischer Bevölkerung ihre Herrschaft auf.
1141-1163 = Einwanderung der Siebenbürger Sachsen.
1200-1526 = Alle Städte in Ungarn sind deutsche Gründungen.
1526 = In der Schlacht bei Mohatsch siegen die Türken, der ungarische König Ludwig II. fällt.
1526-1918 = Die Habsburger legale Könige von Ungarn und Kroatien.
1526-1686 = Der größte Teil Ungarns kommt unter die Herrschaft der Türken. Das mittelalterliche Deutschtum Ungarns geht zugrunde. Nur die Siebenbürger und die Zipser Sachsen sowie die Deutschen Westungarns können sich erhalten.
1529 = Graf Niklas Salm verteidigt Wien gegen die Türken.
1683 = Sieg der christlich-kaiserlichen Armee über die Türken bei Wien.
1684-1699 = Ungarn wird in der Hauptsache durch Soldaten aller deutschen Stämme von der Türkenherrschaft befreit. In den befreiten Städten und in neuangelegten Dörfern Transdanubiens beginnen gerufene deutsche Siedler mit dem Wiederaufbau der während der Türkenherrschaft verödeten Gebiete.
1712 = Die ersten Schwaben aus Württemberg treffen in Sathmar ein.
1716-1718 = Prinz Eugen besiegt die Türken bei Peterwardein, Temeschburg und Belgrad.
1717-1779 = Das befreite Banat erhält als kaiserliches Kronland mit eigener Verwaltung eine Sonderstellung.
1718 = Im Frieden von Passarowitz kommen das Banat, Nordserbien mit Belgrad und Oltenien (westliche Walachei) zu Österreich.
1722 = Der erste große Schwabenzug kommt in Gang, deutsche Siedler bauen unter dem Schutz des Kaisers eine „Vormauer der Christenheit" auf.
1723 = Der ungarische Landtag erläßt den Gesetzesartikel 103; es wird den gerufenen Siedlern Steuerfreiheit, Freizügigkeit und Erbeigentum zugesichert.
1740-1780 = Maria Theresia besiedelte die Kameralgüter in Ungarn. Es kamen in ihrer Regierungszeit etwa 50.000 deutsche Siedler ins Land.
1763 = Mit ihrem Ansiedlungspatent verspricht Maria Theresia den deutschen Siedlern, „daß sie freie und unmittelbare k.k.-Untertanen auf ewige Zeiten" bleiben sollen.
1772 = In der „Impopulations-Hauptinstruktion" sind die Richtlinien des Ansiedlungswerkes zusammengefaßt.
1774 = Die „Allgemeine Schulordnung" für die Trivial-, Haupt- und Normalschule erscheint.
1779 = Das aufgehobene Kronland „Temescher Banat" wird der ungarischen Komitatsverwaltung eingegliedert.
1780-1790 = Josef II. führt das Toleranzedikt ein und hebt die Leibeigenschaft auf. Deutsch wird anstelle von Lateinisch bevorzugte Amts- und Schulsprache.
1781-1787 = Im Dritten Großen Schwabenzug erhalten die noch freien Kameralgüter deutsche Siedler, diesmal auch protestantische.
1804 = Ende des alten Deutschen Reiches. Kaiser Franz II. legt die deutsche Kaiserkrone nieder und nennt sich nun Franz I. Kaiser von Österreich.
1849-1861 = Das kaiserliche Kronland „Serbische Wojwodschaft und Temescher Banat" wird errichtet, an dessen Spitze als Regierungschef ein kaiserlicher Graf in Temeschburg residiert.
1851-1867 = Es bestehen deutsche Realschulen sowie deutsche höhere Schulen und Lehrerbildungsanstalten in den größeren Städten der donauschwäbischen Heimatlandschaften.
1867 = Niederlagen in Italien und bei Königgrätz zwingen den Kaiser, zum Ausgleich mit den Madjaren, zur Umwandlung des Staates in eine Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und zur vollständigen Preisgabe des Deutschtums in Ungarn. Donauschwaben, die bisher österreichische Untertanen waren, werden nun ungarische Untertanen. Die Zwangsmadjarisierung beginnt.
1868 = Das ungarische Parlament erläßt Gesetz 44/1868 über die Gleichberechtigung der Nationalitäten, das aber nie eingehalten wurde.
1871-1883 = Die Auflösung der Militärgrenze läßt letzten Rest deutscher Verwaltung im Bereich der Donauschwaben verschwinden.
1897 = Das Gesetz über die Madjarisierung der Ortsnamen in Ungarn wird verabschiedet.
1906 = Gründung der „Ungarländischen Deutschen Volkspartei". Landesobmann: Dr. Ludwig Kremling (1861-1930).
1907-1920 = Adam Müller-Guttenbrunn (1852-1923) schreibt seine Heimatromane und wird mit ihnen zum Erwecker und Retter der Donauschwaben.
1913 = „Bund der Deutschen" in Kroatien und Slawonien wird in Ruma gegründet.
1914 = Beginn des Ersten Weltkrieges.
1917-1933 = Jakob Bleyer (1874-1933) setzt sich für die Donauschwaben ein und wird deren Verteidiger und Sprecher als Wissenschaftler, Minister und Abgeordneter.
1919 = 1.400.000 Donauschwaben werden auf die Nachfolgestaaten der Monarchie, also Ungarn, Rumänien und Jugoslawien, aufgeteilt (Trianoner Dreiteilung). Die politischen Proteste und Demonstrationen der Donauschwaben gegen diese Dreiteilung blieben bei den Siegermächten ohne nachhaltigen Eindruck.
1919-1944 = In den sogenannten Friedensverträgen verpflichten sich die Nachfolgestaaten Jugoslawien, Rumänien und Ungarn zu international garantiertem Minderheitenschutz. Dieser Minderheitenschutz wurde jedoch NIE eingehalten.
1920 = „Schwäbisch-deutscher Kulturbund" in Neusatz gegründet. Bundesobmann Josef Menrath, Generalsekretär Dr. Georg Graßl (1863-1948).
1922 = Die zusammenfassende Bezeichnung „Donauschwaben" findet Eingang in die Wissenschaft und allgemeine Verwendung.
1933-1938 = Innere Auseinandersetzungen bei den Donauschwaben in allen drei Heimatstaaten.
1939 = Beginn des Zweiten Weltkrieges.
1940-1944 = In Rumänien, Ungarn, im östlichen Banat mit Belgrad und Nordserbien und im Unabhängigen Staat Kroatien erhalten die deutschen Volksgruppen den Status einer Rechtspersönlichkeit und eine gewisse deutsche Schulautonomie.
1941 = Balkanfeldzug. Mit Beginn des Präventivkrieges gegen die UdSSR beginnen die Überfälle der kommunistischen Tito-Partisanen auf die (zivilen!) Donauschwaben.
1942 = Wegen Gefährdung durch den Partisanenkrieg beginnt Umsiedlung der Deutschen Bosniens und Serbiens.
1943, 21. November = Mit der "Verfügung von Jajce" werden die AVNOJ-Beschlüsse vom 21.11.1944 vorweggenommen.
1944 = Im Oktober Beginn der Evakuierung von rund 100.000 Donauschwaben aus Syrmien und Slawonien nach Österreich, Flucht von 10.600 Donauschwaben aus dem Westbanat und rund 80.000 aus der Batschka und Baranja nach Deutschland.
1944 = 195.000 Donauschwaben, die nicht geflüchtet sind, geraten in Jugoslawien unter das kommunistische Regime der Tito-Partisanen.
1944 = „Blutiger Herbst" in der Batschka. Oktober bis November: rund 9.400 donauschwäbische Zivilopfer werden von den kommunistischen Tito-Partisanen grausam ermordet und in den von den Opfern selbst geschaufelten Erdgruben verscharrt.
1944, 21. November = Aufgrund der AVNOJ-Beschlüsse werden die Donauschwaben in Jugoslawien zu Volksfeinden und Vogelfreien erklärt, landesweit entschädigungslos enteignet und entrechtet, in jugoslawische Arbeitslager (= Konzentrationslager) eingewiesen, etwa 10.000 Männer ohne Gerichtsurteil ermordet (Aktion Intelligenzija).
Ende 1944/Anfang 1945 = 150.000 Donauschwaben (Mädchen, Frauen und Männer) aus Ungarn, Jugoslawien und Rumänien werden in die UdSSR zur Zwangsarbeit verschleppt, über zwanzig Prozent sind dabei umgekommen.
1944-1945 = Von Dezember 1944 bis Herbst 1945 werden 167.000 donauschwäbische Zivilpersonen aus ihren Häusern getrieben. Erschießungsaktionen und Einweisung in acht Konzentrationslager forderten bis 1948 60.000 Zivilopfer.
1945 Mai = Bei offiziellem Kriegsende halten sich etwa 200.000 Donauschwaben in Österreich auf, etwas weniger in Deutschland, hauptsächlich in Bayern.
1945 = Die Heimatstaaten der Donauschwaben - Jugoslawien, Rumänien und Ungarn - werden in sozialistische „Volksdemokratien" umgestaltet. In Jugoslawien wird in Internierungs- und Vernichtungslagern (= Konzentrationslager) Völkermord an ihnen verübt, dem 1945-1948 über 100.000 - zumeist Frauen, Greise und Kinder - zum Opfer gefallen sind.
1945, 22. Dezember = Die ungarische Regierung erläßt eine Verordnung über die Aussiedlung der ungarländischen Deutschen nach Deutschland.
1946/1947 = Auf Druck der Westmächte tolerierte Flucht aus den Konzentrationslagern. 30.000 bis 42.000 Donauschwaben entkommen aus Jugoslawien nach Ungarn und Rumänien.
1946, 22. Dezember = Die ungarische Regierung erläßt eine Verordnung zur Aussiedlung der Donauschwaben.
1947, September = Die Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben unter Stefan Schmied wird in Kempten/Akllgäu gegründet.
1947-1949 = Entlassung der meisten deportierten Männer und Frauen aus der UdSSR.
1948, März = Auflösung der Konzentrations- und Arbeitslager in Jugoslawien, als Ersatz Zwangsverpflichtung zu drei Jahren Zwangsarbeit.
1949, 14. August = Dr. Josef Trischler wird in den Bundestag gewählt; er ist politischer Sprecher der Donauschwaben und aller Südostdeutschen.
1949, September = Das Südostdeutsche Kulturwerk (SKW) unter Prof. Dr. Fritz Valjavec wird in München errichtet.
1949, 3. September = Der Bundesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Jugoslawien unter Franz Hamm wird in Stuttgart gegründet.
1950, 21. Mai = Die Landsmannschaft der Banater Schwaben aus Rumänien unter Dr. Matz Hoffmann wird in München gegründet.
1951, 4. März = Die Bundeslandmannschaft der Ungarndeutschen wird in München gegründet.
1951, 18. Juni = In Rumänien werden Tausende donauschwäbische Familien aus dem östlichen Banat in die Baragan-Steppe deportiert.
1951, 17. August = Der Rat der Südostdeutschen unter Dr. Josef Trischler wird in Bonn gebildet.
1953-1960 = Rund 55.000 Deutsche aus Jugoslawien werden nach Deutschland ausgesiedelt.
1954, 11. September = Das Land Baden-Württemberg übernimmt die Patenschaft über die Volksgruppe der Donauschwaben und verleiht seit 1966 jährlich donauschwäbische Kulturpreise.
1955, 5. November = Der Kulturverband der Deutschen Werktätigen in Ungarn wird gegründet.
1956 = Im Totenbuch der Donauschwaben werden über 41.000 Opfer namentlich erfaßt.
1970, 7. November = Das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen wird seiner Bestimmung übergeben.
1983 = Die Donauschwaben in aller Welt begehen die 300-Jahrfeier des christlichen Sieges über die Türken am Kahlenberg bei Wien als Beginn ihrer Entstehung.1987 = Das Donauschwäbische Institut für Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen wird mit Wirkung vom 1. Juli von der Regierung des Patenlandes errichtet.
1988 = Einrichtung der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg zur Förderung von Projekten der deutschen Kultur und Sprache in Ungarn, dem ehemaligen Jugoslawien und Rumänien.
1994 = Im Herbst Gedenkfeier „50 Jahre Flucht und Vertreibung" in Toronto/Kanada, Cleveland/ USA und Sindelfingen.
1994, 20. November = 40 Jahre Patenschaft des Landes Baden-Württemberg über die Volksgruppe der Donauschwaben und 30 Jahre Patenschaft der Stadt Sindelfingen über die Landsmannschaft der Donauschwaben.
2004, 22. Mai = In Gakovo/Woiwodina wird ein Gedenkkreuz auf dem Gelände eines ehemaligen serbischen Konzentrationslagers eingeweiht.
2008, 13. September = Gedenk- und Jubiläumsfeier der Donauschwaben in Ulm: 60 Jahre nach Auflösung der Vernichtungslager (= Konzentrationslager) im ehemaligen Jugoslawien und 50 Jahre Ahnen-Auswanderer-Denkmal.
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