Deutsche in Paraguay
  

Graphik entnommen aus
"Bloß weg!"

Die Besiedlung des Landes durch Deutsche reicht etwa 150 Jahre zurück. 1880 wurden die ersten deutschen Siedlungen gegründet, oftmals nur mit einfachen Werkzeugen im Busch. Nicht wenige kamen dabei ums Leben oder brachten sich selbst um. Trotz allem entwickelten sich diese ersten Kolonien durch den deutschen Fleiß oft zu aufblühenden Zentren, siehe nebenstehende Karte mit den deutschen Siedlungen. Auch hier gilt jedoch der Satz wie für alle Deutschen, die im Ausland Ödland jeder Art urbar machten: "Der ersten Generation der Tod, der zweiten die Not, und der dritten das Brot." In der Regel erfolgt darauf der Neid und der Haß der übrigen Bevölkerung auf die arbeitssamen, erfolgreichen Deutschen mit den "historisch korrekt" belegten Auswirkungen auf Leben, Gut und Heimat.

Nach dem ersten Weltkrieg, um das Jahr 1920, rollte die zweite Einwanderungswelle. Sie bestand aus Leuten, die im Krieg alles verloren hatten oder die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland umgehen wollten.

Die dritte Welle bestand aus deutschstämmigen Mennoniten (eine christliche Glaubensrichtung) aus Rußland, welche der kommunistischen Diktatur der zwanziger Jahre unter Stalin entkommen wollte. "Politisch korrekt" war Stalin, von den US-Amerikanern liebevoll "Uncle Jo" genannt, ein netter Mensch und deshalb auch ein geeigneter Verbündeter der westlichen "Demokratien" im Vernichtungskampf gegen Deutschland. Die Mennoniten gründeten vor allem die Kolonien im bis dahin praktisch unbevölkerten Norden Paraguays, im Chaco.

Das Wirken der Deutschen in Paraguay ist enorm. Auch auf die politische Gestaltung hatten deutschstämmige Einwanderer großen Einfluß - vor allem der 1954 an die Regierung gekommene und 35 Jahre regierende Präsident Alfred Strössner. Daneben nahmen auch viele Deutschstämmige hohe Ministerposten in der Regierung ein. Das alles hat im Land eine gute Haltung zu Deutschen hinterlassen. Im Jahr 1996 lebten in Paraguay 8.000 deutsche Auswanderer und 200.000 Deutschstämmige.
  

nach oben