Der "Deutsche Michel"
Wahrheit und Legende


Die Stadt "Stromberg", etwa 18 km südwestlich von Bingen am Rhein, ist die "Stadt des Michels".


Hier ist die Wanderkarte für Stromberg und Umgebung.


Der Wanderweg zur "Stromburg" beginnt hier an der "Alten Steige", gegenüberliegend an der "Tourist-Information" in der Talstraße.


Die "Stromburg" aus der Ferne.

Am Rande des Soonwaldes, dort, wo die nach Südwesten abdachenden Rheinberge auf die steilanspringenden Höhen des östlichen Hunsrückraumes treffen, erhebt sich hoch über waldigen Bachschluchten die Stromburg.
Stolz grüßt ihr mächtiger Bergfried ins Land und verkündet weithin sichtbar vom Waffenklang und Minnesang ferner Zeiten. Die Stromburg ist eine der markantesten Burgen im Hunsrück, und wohl kaum eine Hunsrückburg hat eine so wechselvolle Geschichte aufzuweisen, wie sie. Breit hingelagert, auf einer rund 80 Meter aus der Talaue aufragende Bergzunge, beherrscht sie das Land ringsum und vermittelt ein Bild alter Burgherrlichkeit.
Stromburg, wasserumströmte Burg, so ist der Name der alten Bergfeste gedeutet. Namensgebend war ihr Standort - ein Stromberg, der als Bergzunge an seinen Flanken vom Guldenbach (Goldbach) und Welschbach (Römerbach) umströmt, weit in den schroffen Talkessel vorspringt. Nach ihrer Lage ist sie eine "Höhen- und Wehrburg", und in ihrem Zweck diente sie im Wandel der Zeit verschiedenen Funktionen - von der "Schutzburg" bis hin zur "Verwaltungsburg" und als "Fluchtburg".
Ihre weit über die Grenzen des Hunsrücks ragende Bedeutung erhielt die Stromburg mit dem Geschlecht derer von Obentraut, das von der Burg Abendrohde zu Heuchelheim im Westerwald stammend in der linksrheinischen Pfalz zu Besitz und Ansehen gelangt war. Barthel von Obentraut, zuvor Oberschultheiß zu Heddesheim, nahm als kurpfälzischer Amtmann um 1570 seinen Sitz auf der Stromburg. Dort auf dem einstigen Sitz seiner mütterlichen Ahnen, der Fuste von Stromburg, wurde ihm am 02. Oktober 1574 ein Sohn geboren, der den Namen Johann-Michael-Elias - gerufen Hans Michel - erhielt.
Dieser Junker Hans-Michael-Elias von Obentraut war es, der am 25. Oktober 1625 zu Seelze, unweit von Hannover, als Reitergeneral in dänischen Diensten - weithin unter dem Namen "Deutscher Michel" bekannt - fiel und als solcher in die Geschichte einging. Es gibt keine Lebensbeschreibung, welche von Zeitgenossen oder Chronisten über den "Deutschen Michel" verfaßt wurde, doch Aufzeichnungen, die informativ genug sind, um über ihn zu berichten.
Wie viele Söhne rheinischen Adels war er bereits in jungen Jahren in den Kriegsdienst seines Landesherren eingetreten, hatte sich durch Tapferkeit besonders hervorgetan und zum Obristen hochgedient. Für ihn als Sproß alten arischen Adels war der Krieg kein bloßes Abenteuer, sondern harte Pflichterfüllung. Als verwegener Reiterführer gehörte er bei Beginn des I. Dreißigjährigen Krieges zu den besten Offizieren des pfälzischen Heeres.
Im böhmischen-pfälzischen Krieg (1618-1620), der ersten Phase des I. Dreißigjährigen Krieges, erwarb er sich an der Spitze eines Reiterregimentes, das seinen Namen trug, den Ruf als "Deutscher Michel".
Der spanische Feldherr Spinola, dessen Truppen er 1620 von der Stromburg - seiner Heimatstadt - vertrieben hatte, war es wohl, der ihn als erster in der Sprache seines Landes "Miguel alleman" nannte. Ein Name, der schon bald in den Reihen aller kriegsführenden Parteien bekannt war und der in unheilvoller Kriegszeit einen ehrenvollen Klang hatte. Als "Deutscher Michel" vollbrachte er im Spätsommer 1621, nachdem das Schlachtenschicksal über die Rheinpfalz hereingebrochen war, manches kühne Reiterstück und fügte dabei den Spaniern empfindliche Schlappen zu. Selbst Tilly, als kaiserlicher Marschall sein Gegenspieler, gebrauchte den Namen "Deutscher Michel" als letzte Ehrung am Wundbett des sterbenden Reiterführers, den er bei manchen Treffen als fairen, tapferen Gegner kennen und achten gelernt hatte.
Während die historische Gestalt des Junkers Michel von Obentraut als Urbild des "Deutschen Michel" kaum bekannt geblieben ist, blieb der Ruf "Deutscher Michel" haften. Fremder Neid und eigener Unverstand ließen ihn zur Schmähung werden, unter der ein weiteres Zerrbild arischer Geschichte entstand, das so als Symbolgestalt unseres Volkes weltweit bekannt geworden ist. Fernsehen, Zeitung und Bücher wiederholen leider täglich diese und andere Lügen über unsere Vergangenheit.
Bereits zu Lebzeiten soll von Obentraut von fremdländischen Obristen benachbarter Regimenter als dummer deutscher Michel bezeichnet worden sein, weil er seine Söldner - so wie im Bestallungsbrief festgeschrieben - besoldete, derweil sie den ihrigen zur Schadloshaltung Plünderungsbrief gewährten und die Gelder der Regimentkasse in ihre Taschen fließen ließen.
Zur Schande ihrer ehrwürdigen Geschichte ist die Stromburg heute im Besitz eines Fernsehkochs. Er schmückt in geschmackloser Weise diese historische Trutzburg mit siebenarmigen Kerzenständern und Globalisierungssymbolen.
Es ist nicht zu fassen.
entnommen aus unglaublichkeiten

Weitergehende Informationen über die "Stromburg" und die Stadt des Michels, "Stromberg", gibt es unter dieser Adresse: "www.stromberg.de".
Und hier finden Sie "Die Saga vom Volk der Zipfelmützen" (PDF, 78 kB).

Die Geschichte des "Deutschen Michels" ist ein Lehrbeispiel über die antideutsche Lügen-, Hetz- und Haßpropaganda.

"Glaubet nicht, daß der Deutsche seine göttliche Urheimat verloren hat. Eines Tages wird er sich wachfinden am Morgen eines ungeheuren Schlafes."
Friedrich Nietzsche, 1844-1900

"Deutsches Volk - wach auf! Du stehst nicht am Ende deiner mehrtausendjährigen Geschichte, sondern am Vorabend einer neuen Blütezeit ohne Beispiel!" (531 kB, GIF)
  

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