Nationalhymnen im Vergleich

   

 

Weder ist "Deutschland, Deutschland über alles", die erste Strophe des Deutschlandliedes, im "freiheitlichsten Rechtsstaat, den es jemals auf deutschem Boden gab" verboten noch gibt es ein Verbot der zweiten Strophe ("Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang"). Das hat schon Alexander Prechtel erfahren, der als Generalstaatsanwalt von Mecklenburg-Vorpommern 1998 tönte: "Die 1. Strophe der Hymne ist verboten!" und der sich dann eine juristische Abfuhr einhandelte. Es gilt die Anweisung der Bundespräsidenten Heuss (1952) und von Weizsäcker (1990): Bei offiziellen (staatlichen, amtlichen) Anlässen soll nur die dritte Strophe "Einigkeit und Recht und Freiheit" gesungen werden; ansonsten steht es jedem frei, auch die anderen Teile des Deutschlandliedes anzustimmen.

Hier können Sie das vollständige Deutschlandlied (3,0 MB, MP3) runterladen.

Verglichen mit den blutrünstigen, kriegslüsternen Nationalhymnen fremder Völker ist das Deutschlandlied eine Liebeserklärung des Deutschen Volkes an seine herrliche Heimat, die der Gefahr der Zerstörung ausgesetzt ist durch deutschfeindliche Kräfte im In- und Ausland!

  
1.Strophe
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammen hält.
Von der Maas bis an die Memel, von der
Etsch bis an den Belt.
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt.

2.Strophe
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt behalten ihren alten
schönen Klang.
Uns zu edler Tat begeistern unser ganzes
Leben lang.
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang.

3.Strophe
Einigkeit und Recht und Freiheit für
das deutsche Vaterland,
danach laßt uns alle streben brüderlich mit
Herz und Hand.
Einigkeit und Recht und Freiheit sind
des Glückes Unterpfand.
Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe
deutsches Vaterland!

4.Strophe
Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht.
Nur im Unglück kann die Liebe zeigen, ob sie stark und echt.
Und so soll es weiterklingen von Geschlechte zu Geschlecht:
Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht.

Das Lied der Deutschen in Dithmarschen entdeckt
Sensationsfund in Meldorf: Dort schrieb Hoffmann von Fallersleben die erste Strophe der späteren Hymne in ein Klassenbuch
Meldorf. In einem mehr als 160 Jahre alten Klassenbuch im schleswig-holsteinischen Meldorf ist nach Informationen der "Dithmarscher Landeszeitung" die erste Strophe des Deutschlandliedes in der Originalhandschrift des Dichters entdeckt worden. Eine Tagebuchaufzeichnug des Autors August Heinrich Hoffmann von Fallerslebern (1798-1874) führte jetzt zu dem bislang unbekannten Eintrag, wie die Zeitung berichtet.
Ein Soziologe war den Angaben zufolge der Spur gefolgt und entdeckte das Buch in einem Panzerschrank in Meldorf. Darin habe sich der Dichter bei einem Besuch im Jahre 1845 mit der ersten Strophe der späteren Nationalhymne eingetragen. Das "Lied der Deutschen" verfaßte er vier Jahre früher auf der Insel Helgoland. Eine Originalabschrift von Fallersleben befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin, eine weitere in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, wie eine Sprecherin der Staatsbibliothek zu Berlin auf Anfrage sagte. Ob eine der Fassungen die Urschrift sei, lasse sich darauf nicht feststellen, weil der Dichter möglicherweise mehrere Abschriften zur gleichen Zeit gefertigt und an Freunde übergeben habe.
Eine 1936 von einem Wiener Antiquariat angebotene weitere eigenhändige Handschrift des Dichters gilt nach Angaben der Staatsbibliothek als verschollen. Auch der Aufbewahrungsort einer unvollständigen Handschrift, die nur die erste von drei Strophen umfasse, sei unbekannt. Diese sei 1977 in Stuttgart für damals 69.000 Mark versteigert worden. In Krakau befindet sich laut Sprecherin neben Berlin auch ein Teil des Nachlasses des Dichters. Darin sei keine Abschrift des Deutschlandliedes enthalten.
Das Lied wurde am 5. Oktober 1841 auf dem Hamburger Jungfernstieg erstmals öffentlich gesungen. Die Melodie stammt aus dem Kaiserlied von Joseph Haydn (1797), der Volkshymne "Gott erhalte Franz, den Kaiser" für den damaligen deutschen Kaiser Franz II. aus dem Hause Österreich.
entnommen aus dem Hamburger Abendblatt vom 21.07.2011, Seite 12

   
  Flagge von Argentinien
Auszug aus der argentinischen Nationalhymne:
"Heil dem großen argentinischen Volk."
"Ewig sei der Lorbeer, den wir zu erlangen wußten. Gekrönt von Ruhm laßt uns leben oder wir schwören, ruhmreich zu sterben."

  Flagge von Brasilien
Auszug aus der brasilianischen Nationalhymne:
"Sei gegrüßt, geliebte Heimat, unter vielen Tausend bist Du, Brasilien, die geliebte Heimat!"
"Von Natur aus ein Gigant, bist Du schön und stark, unerschrockener Koloß, und in Deiner Zuklunft spiegelt sich Deine Größe."
"Wenn wir im Namen der Gerechtigkeit dem Kampf uns stellen, wirst Du sehen, daß keiner Deiner Söhne flieht, und daß niemand, der Dich liebt, den eigenen Tod fürchtet."

  Flagge von Frankreich
französische Nationalhymne ("Marseillaise"):
"Auf, Kinder des Vaterlands! Der Tag des Ruhms ist da. Gegen uns wurde der Tyrannei blutige Standarte erhoben. Hört Ihr auf den Feldern das Brüllen der grausamen Krieger? Sie kommen his in Eure Arme, um Eure Söhne, Eure Frauen zu erwürgen.
Refrain: An die Waffen, Bürger! Formt Eure Bataillone! Vorwärts marschieren wir! Damit ein unreines Blut unserer Äcker Furchen tränke.
Was will diese Horde von Sklaven, von Verrätern, von verschwörerischen Königen? Für wen diese gemeinen Fesseln, diese seit langem vorbereitete Eisen? Franzosen, für uns, ach! Welche Schmach, welchen Zorn muß dies hervorrufen! Man wagt es, daran zu denken, uns in die alte Knechtschaft zu führen!
Refrain
Was! Ausländische Kohorten würden über unsere Heime gebieten! Was! Diese Söldnerscharen würden unsere stolzen Krieger niedermachen! Großer Gott! Mit Ketten an den Händen würden sich unsere Häupter dem Joch beugen. Niederträchtige Despoten würden über unser Schicksal bestimmen!
Refrain
Zittert, Tyrannen, Ihr Niederträchtigen, Schande aller Parteien, zittert! Eure verruchten Pläne werden Euch endlich heimgezahlt! Jeder ist Soldat, um Euch zu bekämpfen. Wenn sie fallen, unsere Helden, zeugt die Erde neue, die bereit sind, gegen Euch zu kämpfen.
Refrain
Franzosen, Ihr edlen Krieger, versetzt Eure Schläge oder haltet sie zurück! Verschont diese traurigen Opfer, die sich widerwillig gegen uns bewaffnen. Aber diese blutrünstigen Despoten, aber diese Komplizen von Bouille, alle diese Tiger, die erbarmungslos die Brust ihrer Mutterzerfleischen!
Refrain
Heilige Liebe zum Vaterland, führe, stütze unsere rächenden Arme. Freiheit, geliebte Freiheit, kämpfe mit Deinen Verteidigern! Damit der Sieg unter unseren Flaggen den Klängen der kräftigen Männer zur Hilfe eilt. Damit Deine sterbenden Feinde Deinen Sieg und unseren Ruhm, sehen!
Refrain
Wir werden des Lebens Weg weiter beschreiten, wenn die Älteren nicht mehr da sein werden. Wir werden dort ihren Staub und ihrer Tugenden Spur finden. Eher ihren Sarg teilen als sie überleben wollend, werden wir mit erhabenem Stolz sie rächen oder ihnen folgen.
Refrain"

  Flagge von Portugal
portugiesische Nationalhymne:
"Helden des Meeres, edles Volk, tapfere unsterbliche Nation, richtet heute die Pracht Portugals wieder auf! Aus den Nebeln der Erinnerung , o Vaterland, es ertönt die Stimme deiner ehrwürdigen Vorväter, die dich zum Siege führen wird!
Refrain: Zu den Waffen, zu den Waffen! Über Land und über See, zu den Waffen, zu den Waffen! Für das Vaterland kämpfen, gegen die Kanonen marschieren!
Hiß die unbesiegte Flagge im lebendigen Licht Deines Himmel! Rufe es Europa, der ganzen Welt zu: Portugal ist nicht untergegangen! Es küßt den Boden, deinen heiteren. Der Ozean, tosend von Liebe, und Dein siegreicher Arm hat neue Welten der Welt geschenkt!
Refrain
Grüßt die Sonne, die aufgeht über einer lachenden Zukunft; sei das Echo einer Beleidigung, das Signal des Neubeginns. Die Strahlen dieser kraftvollen Morgenröte sind wie die Küsse der Mutter, die uns schützen, uns stützen, gegen die Ungerechtigkeit des Glücks.
Refrain"

Der gesamte Text wurde entnommen der "National Zeitung" vom 14.07.2006, Seite 3.

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