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Gabriele Pauli und
der Deutsche Turnerbund für Sprachpanscher 2009 nominiert
Sprachpanscher des
Jahres 20008 = Klaus Wowereit
Hartmut Mehdorn ist Sprachpanscher
2007
"Xmas" statt
Weihnachten?
Günther Oettinger ist Sprachpanscher
2006
Sprachpanscher des
Jahres 2005
Plemplem-Sprache bei
der Telekom
Pressemitteilung des VDS 27.05.2009
Gabriele Pauli und
der Deutsche Turnerbund für Sprachpanscher 2009 nominiert
Der Dortmunder Verein Deutsche Sprache e.V. hat seine diesjährige
Kandidatenliste für den Sprachpanscher des Jahres vorgestellt.
Sie wird angeführt von Gabriele Pauli, der Spitzenkandidatin
der Freien Wähler Bayern für die kommende Europawahl,
und dem Deutschen Turnerbund. Frau Pauli hatte im April dieses
Jahres offiziell dazu aufgerufen, in den Gremien der EU auf Deutsch
zu verzichten und Englisch zur alleinigen europäischen Amtssprache
zu machen. Der Deutsche Turnerbund wirbt für die Turnfest
Community 2009 in Frankfurt (vormals Turnfest) mit Rent a Star
und YouTurn, zusammen mit Slacklining, Gymmotion und einem Volunteer-Programm.
Leider ist das mehr als nur ein verzweifelter Versuch einiger
älterer Herren, sich bei der Jugend einzuschleimen,
kommentiert der VDS-Vorsitzende Walter Krämer diese Nominierung.
Genauso wie bei dem lächerlichen Vorstoß von
Frau Pauli zeigt sich darin eine erschreckende Illoyalität
gegenüber der deutschen Sprache und Kultur.
Weitere Kandidaten sind Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte
der Bundesregierung, die Henkel AG und die Firma Burger King
Deutschland. Frau Bätzing warnt Jugendliche vor Alkoholmißbrauch
mit dem Spruch Don't drink too much - Stay Gold,
die Henkel AG rühmt sich gelebter Internationalität
mit Sprüchen wie Save your Future und einem
Code of Teamwork and Leadership, und Burger King
spricht seine Kunden in Deutschland mit Have it your way
an. Näheres zu den Kandidaten und ihrer Auswahl bei dem
zuständigen Vorstandsmitglied des Vereins Deutsche Sprache
e.V., Gerd Schrammen, Tel. (0551) 21723.
Der Sprachpanscher des Jahres 2009 wird im Sommer dieses Jahres
von den inzwischen über 31.000 Mitgliedern des Vereins
Deutsche Sprache e.V. per Brief gewählt. Einsendeschluß
ist der 28. August 2009. Bisherige Preisträger waren u.a.
Telekom-Chef Ron Sommer, Ex-Bundesbahn-Chef Hartmut Mehdorn und
der baden-württembergische Ministerpräsident Günther
Oettinger, der die deutsche Sprache nur noch als Feierabenddialekt
bestehen lassen will.
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Sprachpanscher des Jahres 20008 = Klaus Wowereit
Der Verein Deutsche Sprache e.V. wählte zum Sprachpanscher
des Jahres 2008 Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister
von Berlin. Zum Tag der Deutschen Einheit 2002 ließ er
Werbefahnen über dem Brandenburger Tor mit Texten Flattern
wie "Power for Peace", "Power for Unity"
und "Power for Understanding". Und jüngst
stellte der den albernen und peinlichen Werbespruch "Be
Berlin" für die deutsche Hauptstadt vor. Wie soll
die deutsche Sprache in Brüssel gestärkt werden, wenn
ein führender deutscher Politiker sie mit Füßen
tritt?
(entnommen aus "Sprachnachrichten", August 2008)
(Anmerkung: Offenkundig ist längst, daß die sogenannten
Volksvertreter Nicht die Interessen des deutschen Volkes
vertreten, sondern Fremdinteressen. Warum sollte sich dann ein
sogenannter Volksvertreter für die deutsche Sprache einsetzen?
Und: Warum muß eigentlich "die deutsche Sprache in
Brüssel gestärkt werden", wo Deutsch doch die
Sprache in Europa ist, die von den meisten Menschen gesprochen
wird? Deutsch sollte deshalb DIE Hauptsprache in Brüssel
sein.)
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Hartmut Mehdorn ist Sprachpanscher 2007
Die weltweit über 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche
Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gewählt.
Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef,
dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. Leider
hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt
kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser
Wahl. Noch immer gibt es an deutschen Bahnhöfen counter
statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und
zum Pinkeln muß man zu McClean.
Mit großem Abstand hinter Mehdorn landete Heiner Bartling,
der Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes, auf
Platz zwei. Bartling verantwortet ein Informationsheft mit highlights
for beginners, kids in action oder dance
4you.
Den Sprachpanscher des Jahres gibt es seit 1997. Der erste Preisträger
war die Hamburger Modeschöpferin Jil Sander, die mit dem
Bekenntnis, daß man contemporary sein und das future Denken
haben müsse, den Zorn der Sprachwahrer hervorgerufen hat.
Inzwischen, so Vereinsvorsitzender Krämer, spreche Frau
Sander aber wieder einwandfreies Deutsch.
Weitere Infos bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen
Vorstandsmitglied des VDS, Dr. Gerd Schrammen, Mohnstieg 5, 37077
Göttingen, Tel.: (0551) 21723, Fax: (0551) 2097285, e-Post:
ge.schrammen@web.de
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"Xmas" statt Weihnachten?
Im Zuge der Zerstörung der Kulturvölker-Identität
bemühen sich Drahtzieher psychologischer Kriegsführung,
immer mehr US-Ausdrücke in unsere Sprache einzuführen,
leider mit Erfolg. Der neueste "Hit" in dieser Richtung
ist das Bemühen der Werbewirtschaft, den deutschen Ausdruck
"Weihnachten" durch "Christmas" und, gleich
noch einen Schritt weiter, durch "Xmas" zu ersetzen.
In USA und Großbritannien haben bestimmte Geschäftsleute,
für die das Wort "Christ", auch in Zusammensetzungen,
ein Ärgernis ist, schon seit vielen Jahrzehnten das Wort
"Christmas" durch "Xmas" weitgehend ersetzt,
ohne daß die christliche Hammelherde protestierte - vermutlich
haben Millionen das gar nicht bemerkt. Soll das jetzt auch bei
uns so kommen?
Mein 14-jähriger Sohn erinnerte mich in diesem Zusammenhang
an die im britisch-amerikanischen Sprachraum übliche Ersetzung
des Wortes "Röntgen-Strahlen" durch das Wort "X-Rays",
also "X-Strahlen", um nicht an die Leistung eines Deutschen
erinnern zu müssen. Die Tastsache, daß für Drahtzieher
der Völkerzerstörung der Name "Christus"
ein ebenso großes Ärgernis ist wie deutsche Namen,
zeigt wichtige Zusammenhänge auf.
ein Leserbrief aus "National
Zeitung", 23. Dezember 2005, Seite 8
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Günther
Oettinger ist Sprachpanscher 2006
Die weltweit über 27000 Mitglieder des Vereins Deutsche
Sprache e.V. haben Günther Oettinger, den Ministerpräsidenten
des Landes Baden-Württemberg, zum deutschen Sprachpanscher
2006 gewählt. Oettinger hatte in der SWR-Reportage "Wer
rettet die deutsche Sprache" zu Protokoll gegeben: "Englisch
wird die Arbeitssprache, Deutsch bleibt die Sprache der Familie
und der Freizeit, die Sprache, in der man Privates liest."
Damit degradiere er, so VDS-Vorsitzender Krämer, die deutsche
Sprache zu einem reinen Feierabenddialekt. Oettinger siegte mit
großem Vorsprung vor Jörg von Fürstenwerth vom
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft; er versucht,
junge Leute mit "Drug scouts" und Sprüchen wie
"Don't drug and drive" von Drogen abzuhalten.
Mit seiner jährlichen Sprachpanscherwahl stellt der Verein
Deutsche Sprache e.V. besonders krasse Mißachtungen der
deutschen Sprache bloß. Der Preisträger des letzten
Jahres, der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, hatte
seine Besucher zum "Goethe-Jump" und am "Family
Day" zum "Art Talk for Families" gebeten. Weitere
Sprach-panscher des Jahres sind der DFB-Präsident Mayer-Vorfelder,
die Modeschöpferin Jil Sander, Ex-Telekom Chef Ron Sommer,
Ex-Bahn-chef Johannes Ludewig, oder der Vorsitzende des Bundesverbandes
Deutscher Bestatter e.V., der diese zweifelhafte Anerkennung
für die Einführung des "Funeral Master" erhalten
hatte. Der Sieger erhält eine Urkunde per Einschreiben mit
der Deutschen Post.
Weitere Infos bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen
Vorstandsmitglied des VDS, Dr. Gerd Schrammen, Tel. (0551) 21723,
oder bei www.vds-ev.de.
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Sprachpanscher des Jahres 2005
Frankfurter Museums-Direktor "ausgezeichnet"
Dortmund (dpa) - Der Direktor des Frankfurter Städel-Museums,
Prof. Herbert Beck, ist vom Verein Deutsche Sprache (VDS) zum
"Sprachpanscher des Jahres 2005" gewählt worden.
Der Verein kritisiert mit dem Titel seit mehreren Jahren die
seiner Ansicht nach überflüssige Verwendung englischer
Begriffe in Deutschland.
Prof. Herbert Beck wurde zum "Sprachpanscher des Jahres
2005" gekürt.
Der Ausgezeichnete lade ein zu "Unfinished Print" und
"Art after Work" mit anschließendem "Get-together"
inklusive "Member's Night" in der "Holbein's Lounge",
erklärte der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer am
Mittwoch in Dortmund. Er habe nichts dagegen, dass Beck mit seinen
ausländischen Besuchern Englisch spreche. "Aber warum
redet er denn nicht mit seinen deutschen Kunden Deutsch?",
meinte Krämer.
Für den Titel nominiert waren auch der Vorsitzende des Evangelischen
Jugendwerks Württemberg, Harald Alber, und Jürgen Werth,
Direktor des Evangeliums-Rundfunks sowie das ADAC-Magazin "young
driver".
Mit dem Titel "Sprachpanscher des Jahres" werden jährlich
Personen oder Einrichtungen betitelt, die nach Meinung des VDS
"die deutsche Sprache und Kultur mit überflüssigen
Imponier-Anglizismen misshandelt haben". Im vergangenen
Jahr ging der Preis an den ZDF-Intendanten Markus Schächter
wegen zahlreicher englisch betitelter ZDF-Sendungen. Der Verein
hat nach eigenen Angaben 25.000 Mitglieder in mehr als 95 Ländern
der Welt.
(Internet: www.vds-ev.de) Die
haben sie doch nicht mehr alle!
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Plemplem-Sprache
bei der Telekom
T-Pay - Happy'Digits Calling Card - dsl flat max - dsl flat classic
- Country-Select - HotSpot by cal! - Telly Smile - Relax 100
Student - Relax Holiday - Relax Local - XtraGo - XtraClever -
web'n'walk - Cash & Go - WorldClass - CombiCard Relax - Push
to Talk ...
Mit derlei beklopptem Kauderwelsch behelligen die immer noch
teilweise verstaatlichte, also sozusagen volkseigene Telekom
und ihre Tochter T-Mobile die deutsche Fernsprechkundennation.
Selbst das Beiziehen eines armdicken Englisch-Wörterbuchs
hilft nicht weiter, handelt es sich doch oft um darin gar nicht
verzeichnete Neuschöpfungen oder um auch Engländern
oder Nordamerikanern unverständliche Zusammensetzungen,
wahre Ungeheuer aus den Werkstätten durchgeknallter Dr.
Frankensteine der Sprachverhunzung.
Der zum Gipfel getriebene T-Schwachsinn ist nun sogar der gelegentlich
ihrerseits mit "Engleutsch" zugekleisterten Münchner
"tz" auf die Nerven gegangen. Unter der Schagzeile
"Telekom versteht die eigene Sprache nicht" berichtet
das Blatt: "Ein Test der tz ergab jetzt: Selbst die Kundenberater
der Unternehmen verstehen den Sprach-Wirrwarr nicht mehr."
Bezeichnende Stellungnahme einer T-Mitarbeiterin: "So ganz
kapiere ich das mit unseren englischen Begriffen auch nicht alles."
Eine andere sagt: "Dieser Mischmasch macht mich hier noch
ganz irre."
Zur Rechtfertigung der entsetzlichen Wortpampe erklärt Telekom-Pressesprecher
Walter Genz: "Wir brauchen unverwechselbare Begriffe für
unsere Produkte, und das geht am besten auf Englisch." Was
hat der Mann eigentlich da, wo sich normalerweise im Schrank
die Tassen befinden?
So geht es denn bei den T-Boys & Girls munter weiter auf
Plemplem-Deutsch:
... XXX local - Speedfreaks - Switch & Profit - PhoneTime
- XtraPac-Prepaid - MessageTime - T-Mobile-Newsline - CashMemory
- Xtra Roaming - Call by Call
R. St.
entnommen aus "National
Zeitung", 26. August 2005, Seite 3
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