Chaco: Rosaleda
- ein Schweizer Dorf im Busch

Bevor Sie im Bereich Immobilien in Paraguay Ihre Unterschrift leisten, sollten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit wenden an:
Deutsche und Schweizerische Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e.V.
Postfach 20 13 50; DE-79753 Waldshut-Tiengen
www.schutzgemeinschaft-ev.de

Weitergehende Informationen zum Thema Immobilien finden Sie unter Latinoportal - auch was den Bereich Betrügereien und Abzocke angeht.
  
Beachten Sie bitte "Hinweise" und "Haftungsausschluß" im Impressum.
  


Skizze von Mariscal Estigarribia und westlichem Umland.
Die Koordinaten sind:
22° 01' 54.39" S
61° 01' 25.68" W.


Skizze von Rosaleda und Bockswiese.
Die Koordinaten sind:
22° 02' 36.50" S
60° 50' 35.85" W.


Skizze von Rosaleda.
Die Koordinaten sind:
22° 03' 07.77" S
60° 47' 46.64" W.

Die obigen Satelliten-Aufnahmen (und von Ihrem Wohnort!) können Sie im Internet über Google Earth kostenlos runterladen und sich selbst davon überzeugen. Also bezahlen Sie für solche Aufnahmen keine TEURO 100,00.

Fotos vom Verfasser.

Hier könnte sich der Traum so vieler Aussteiger, Auswanderer usw. erfüllen. Wenn, ja wenn ... wenn der Teufel nicht im Detail läge! Aber lesen Sie und urteilen Sie selbst!

Rosaleda wurde 1994 gegründet. Was ist aus dem Traum Rosaleda geworden?

Ein großer Teil der Bewohner hat Rosaleda inzwischen den Rücken zugekehrt. Vielleicht hat sich ja auch nur die Spreu vom Weizen getrennt?

Viele Grundstücke stehen wieder zum Verkauf bzw. wurden vom Verkäufer nie verkauft.

Ach ja, seit 1996 warten einige Rosaledaner auf ihre Grundbucheintragung - vergeblich. Die Verjährung wurde im Sommer 2004 wirksam. Und was passierte nun mit den Menschen, den Grundstücken und den darauf stehenden Häusern und sonstigen unbeweglichen Einrichtungen? Vom Arbeitsaufwand der betroffenen Rosaledaner mal ganz zu schweigen?

Von den "Dorfanteilen" sollte das Dorfzentrum finanziert werden: Gemeindezentrum, Schule, Meditationshalle, Solbad usw. Bisher steht da nur eine Schule für Grundschüler - ansonsten die Große Leere. Aber die eingezahlten Gelder für die "Dorfanteile" - wo sind die bloß geblieben?

Der "Verein Rosaleda" existiert nicht mehr!

Es kann deshalb ohne Umschweife festgestellt werden:

Das
"Projekt Rosaleda"
ist gescheitert!

Für Vertrieb und "Betreuung" zeichnet verantwortlich

Sie wollen mehr über Rosaleda wissen, von einem, der dort lebt?
Dann klicken Sie hier: Rosaleda.

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Bieler Tagblatt vom 30.09.2004, Ressort Seeland

Meinisberg: Auswanderer Werner und Verena Von Burg

Harte Arbeit, harte Freiheit
Im Sommer vor zwei Jahren sind Werner und Verena von Burg gegangen. Meinisberg - Rosaleda einfach. Sie wollten etwas Neues wagen, hatte das pensionierte Ehepaar damals dem Bieler Tagblatt erzählt. Das Neue: eine winzige Schweizer Dorfgemeinschaft mitten im Busch im Nordwesten Paraguays.
Jetzt sind sie in Meinisberg zu Besuch bei der Cousine, ein paar Meter von ihrem eigenen Haus entfernt. Dort gießen inzwischen Mieter die Geranien. Ein bißchen komisch sei das schon, findet Verena von Burg. Sie macht nicht viele Worte um den Zwiespalt zwischen der alten und der neuen Heimat. Aber sie sagt: Vielleicht kommen wir nicht mehr jedes Jahr.
Ein Spaziergang ist das Leben in Paraguay nicht. Die von Burgs hatten einen harten Anfang. Einen beschissenen Moment hätten sie sich ausgesucht, erzählt Werner von Burg. Der Regen blieb aus, der Weiher versiegte, die Dorfgemeinschaft war zerstritten.
100 Quadratkilometer Land besitzen die von Burgs. 30 davon sind gerodet. Der Rest gehört den Tapiren, Nachtäffchen, Schlangen und Gürteltieren. Manchmal gehen von Burgs im Busch spazieren. Ich sehe Gürteltiere so gerne, sagt Werner.
Auch Pumas und Jaguare leben im trockenen Buschland. Ein Freund von uns hat schon zwei Pumas und einen Jaguar erschießen müssen, erzählt von Burg. Auch er besitzt ein Gewehr. Ich habe es noch nicht einmal ausgepackt. Von Burg gehört nicht zur ängstlichen Sorte.
In Meinisberg waren die Apfelbäume schon groß. In Rosaleda brauchen die Bäume, die die Bohnenschoten für das Viehfutter liefern sollen, vier Jahre, bis sie Früchte tragen. Und nachts fressen die Blattschneider, Ameisen und Termiten die Wurzeln ab. Dann pflanzt Werner von Burg wieder neu. Sehr beschwerlich, sei das. Gift will er nicht spritzen. Denn eigentlich wollen sie wie in Meinisberg auch in Rosaleda biologisch anbauen und sich praktisch selbst versorgen.
Im Gegensatz zu den ostfriesischen Milchschafen von Meinisberg sind die Kühe in Rosaleda nicht zum Streicheln. Halbwild seien sie. Zum Impfen und Schlachten müssen sie erst im Kral zusammengetrieben werden. Im Moment läßt von Burg die 34 Kühe seines Freundes Walter Schoder auf seinen Weiden grasen. Seit der Trockenheit hat dieser nicht mehr genug Futter für alle Tiere. Als Gegenleistung erhalten von Burgs Fleisch und Arbeitskraft. Walter ist jünger und hilft uns einen Tag in der Woche. Von den Tieren leben müssen von Burgs nicht. Das Haus in Meinisberg ist vermietet, dazu kommen die AHV-Rente und das Ersparte.
Wer nicht richtig viel Geld mitbringt, der kann auch keines machen, sagt Werner von Burg. Viele Auswanderer träumten vom großen Geld, vom Aufbau eines Paradieses für Touristen. Leere Versprechungen, leeres Geschwätz. Werner und Verena von Burg sind keine Träumer. Sie leben drüben nicht anders, als sie hier gelebt haben. Nur, daß sie in Rosaleda alles neu aufbauen müssen. Hart sei das. Sehr hart.
Und es kostet: Ein Traktor, ein Werkzeugschopf, eine Wasserbohranlage. Seit der Teich ausgetrocknet ist, brauchen von Burgs dringend Wasser. Von Burg ließ auf seinem Terrain bohren und wurde in 216 Meter Tiefe fündig. Jetzt saufen die Kühe leicht salzhaltiges Grundwasser - wir trinken auch davon.
Das Haus ist fertig, großzügig, offen und hat viele runde Ecken. Das gefällt mir eben, sagt Werner. Das meiste haben von Burgs selber gemacht. Ein Natursträßchen führt bis zum Haus, der nächste Nachbar ist zwei Kilometer entfernt. Walter Schoder wohnt 20 Kilometer weiter weg, für die Rosaledaner ist das schon ein fremder Fötzel, erzählt Verena von Burg. Dieses engstirnige Denken in dem weiten Land findet sie unerträglich.
Eigentlich hätten wir mithelfen wollen, die Schweizer Gemeinschaft aufzubauen. Aber bei Schweizern aus allen Landesteilen seien eben die Mentalitätsunterschiede sehr groß, findet Werner von Burg. Mit den Paraguayanern haben die von Burgs keine Probleme. Die kommen zwar nur als Arbeitskräfte ins Dorf. Aber sie seien wunderbare Leute, schwärmt Werner von Burg.
Das Dorf im Nordwesten Paraguays, weitab von der Zivilisation, lebt praktisch im rechtsfreien Raum. Nicht jedem bekomme die Freiheit gut. Die einen werden überheblich, so Werner von Burg. Dann muß man sie eben zurückstutzen, sagt er in seiner ruhigen Art. Es gibt solche, die kommen nicht damit zurecht, daß sie hier niemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben können. Dann schimpfen sie. Oder trinken. Entweder die Hitze ist schuld, oder es sind solche, die in der Schweiz schon unzufrieden waren, vermutet Werner von Burg: Man nimmt seine Probleme mit. Und drüben kommen sie dann so richtig zur Geltung.
Von Burgs haben dennoch Freunde im Dorf, und die Zeit wird ihnen nie lang. Einmal die Woche konjugieren sie bei Ruth spanische Verben. Die Gruppe wird immer kleiner. Aber wir machen weiter. Schließlich verpassen wir ja nichts anderes. Einmal die Woche gehen von Burgs ins 10 Kilometer entfernte Filadelfia einkaufen. Bei den Mennoniten gibt es alles. Sogar Knorr und Maggi.
Daß die Stärke der Mennonitengemeinschaft in ihrem Glauben begründet liegt, stört von Burgs wenig. Sie wollen uns nicht bekehren, sagt Verena von Burg. Und ihr Mann hört das Mennonitenradio ganz gerne. Irgendwoher muß man ja die Kraft nehmen, weiter zu machen.
Mehrere Auswanderer sind schon wieder in die Schweiz zurückgekehrt, seit von Burgs in Rosaleda sind. Einem war plötzlich gar nichts mehr recht. Gearbeitet hat er nicht, den Karren gezogen hat seine Frau. Und dann waren sie eines Morgens plötzlich weg.
So schnell wollen von Burgs aber nicht weg sein. Jetzt haben wir schon so viel investiert, sagt Verena von Burg. Von außen sehe man, daß in der Schweiz vieles leichter sei. Doch so lange es noch geht, will sie bleiben. Auch Werner von Burg kennt keine Müdigkeit. Es geht vorwärts, und es wird immer besser.?

Sibylle Dickmann
Nur noch zu Besuch in Meinisberg: Werner und Verena von Burg wanderten vor zwei Jahren nach Paraguay aus - eine Entscheidung mit harten Folgen.

entnommen Latinoportal

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