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Älteste Familie der Welt entdeckt Die Wiege der Menschheit ist der NORDEN! |
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http://www.karstwanderweg.de/pmlihoe.htm Älteste Familie der Welt entdeckt Die seit 10 Jahren laufenden und kurz vor dem Abschluß
stehenden Ausgrabungen in der am südwestlichen Harzrand
gelegenen Lichtensteinhöhle haben zu sensationellen Ergebnissen
geführt: Der Landkreis Osterode am Harz beabsichtigt, dieses weltweit bedeutende Fundensemble zusammen mit einem originalgetreuen Teilnachbau der Lichtensteinhöhle in einem Höhleninformationszentrum an der verkehrsmäßig günstig gelegenen Iberger Tropfsteinhöhle bei Bad Grund/Harz der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Ob die Präsentation einer der bedeutendsten Fundstellen der Gegenwart realisiert werden kann, hängt indes davon ab, ob die Niedersächsische Landesregierung ihr Wahlversprechen hält, in der notleidenden Region die wie es Wirtschaftsminister Walter Hirche ausdrückte Premiummarke Harz zu etablieren und sich finanziell an den Kosten für ein in dieser Form in Deutschland konkurrenzloses Höhleninformationszentrum von nationaler und internationaler Ausstrahlung zu beteiligen; so würden auch dem Harztourismus die bitter nötigen Impulse verliehen. Die interdisziplinären Forschungen in der Lichtensteinhöhle werden seit 1993 von der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Osterode am Harz in Zusammenarbeit mit dem Anthropologischen Institut der Universität Göttingen und der Universität Basel durchgeführt. Seit 2002 finden die Ausgrabungen, die durch Forschungsmittel des Landes Niedersachsen gefördert werden, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege statt. Ansprechpartner sind Dr. Stefan Flindt, Landkreis Osterode am Harz, Archäologische Denkmalpflege, Tel. 05522 960-652 oder 0160 96469010, und Dr. Susanne Hummel, Anthropologisches Institut der Universität Göttingen. Pressemitteilung vom 10.09.04
Bewohner des Sösetals zur DNA-Beprobung
in Förste Es wäre eine absolute wissenschaftliche Sensation, einmalig weltweit, und würde Osterode nicht nur in den Fokus der Fachwelt rücken. Und noch mehr: Die Bürger können an dem Gelingen des Projektes mitwirken. Am Institut für Zoologie und Anthropologie der Georg August Universität Göttingen wird zurzeit mit einer Forschungsarbeit begonnen, die weltweit die erste dieser Art ist. Es soll eine Bevölkerung auf sogenannte Residenzkontinuität untersucht werden. Konkret will man feststellen, ob die Menschen, deren Knochen aus der Bronzezeit im Jahr 1980 in der Lichtensteinhöhle zwischen Förste und Dorste gefunden wurden, die Urahnen der heutigen Bevölkerung des Landkreises Osterode sind. Hierbei wird menschliche DNA (Desoxyribonukleinsäure), die die genetischen Informationen von Lebewesen enthält, analysiert, erklärte die Forschungsleiterin Dr. Susanne Hummel vom Anthropologischen Institut Göttingen. Neuartig am Forschungsprojekt sei, daß erstmals die DNA-Muster der heutigen Bevölkerung unmittelbar mit sehr alten DNA-Mustern verglichen werden können: nämlich mit den DNA-Mustern, die aus Knochen oder Zähnen stammen, die in der Lichtensteinhöhle gefunden wurden und die von den Forschern auf ein Alter von 3.000 Jahren datiert wurden. Die Lichtensteinhöhle ist sozusagen ein wissenschaftlicher Glücksfall, verdeutlichte Kreisarchäologe Dr. Stefan Flindt, der sich seit Jahren mit der Kulthöhle und der dortigen einmaligen Fundsituation beschäftigt. In ihr wurden viele bronzezeitliche Skelettteile gefunden, die so gut erhalten sind, daß es möglich war, ihre DNA in Göttingen vollständig zu analysieren. Statt zu verrotten, blieben die Knochen unter einer dicken Sinterschicht erhalten. So konnten trotz ungeordnet vorliegender Knochenfunde daraus
40 Individuen identifiziert werden. Das aktuelle Forschungsvorhaben ist Gegenstand der wissenschaftlichen
Abschlußarbeiten der beiden Studentinnen der Abteilung
für historische Anthropologie und Humanökologie unter
der Leitung von Dr. Susanne Hummel.
Beprobung in Förste: Erbgut wird mit
dem aus der Bronzezeit verglichen 300 Bürger als Ahnenforscher Rund 300 Bürger im Alter von zehn bis 80 Jahren kamen am Sonnabend in den Musiksaal der Grundschule Förste. Die Dorster, Förster, Nienstedter, Eisdorfer, Marker, Ührder, Schwiegershäuser und Wulftener Einwohner wollten aber nicht gemeinsam musizieren, sondern sich in den Dienst der Wissenschaft stellen. Sie waren dem Aufruf des Kreisarchäologen Dr. Stefan
Flindt, der Forschungsleiterin des Anthropologischen Instituts
Göttingen, Dr. Susanne Hummel sowie Mireille Otto und Michaela
Riesen, die ihre Examensarbeiten über die Ahnenforschung
in der Lichtsteinhöhle schreiben, gefolgt. Herausgefunden
werden soll, ob in dieser Region noch direkte Nachkommen der
Menschen aus der Bronzezeit leben, deren Knochen in besagter
Höhle vor gut 25 Jahren gefunden wurden. Als das Forschungszentrum in der Grundschule Förste langsam
seine Pforten schloß, ließen es sich Dr. Flindt und
Dr. Hummel nicht nehmen, der Stadt Osterode dafür zu danken,
daß sie so unbürokratisch die Schule für diese
Maßnahme zur Verfügung gestellt hatte. |
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